Filtern nach dem Shisha-Prinzip

Die MOAG ist stets vorn mit dabei, wenn es um Umweltschutz und die Sicherheit von Mitarbeitern geht. Aktuelles Beispiel sind Wasserfilter, die bei den Bitumen-Anlagen schmutzige Stoffe nach dem Shisha-Prinzip rauslösen. Das ist gut für die Umwelt und schützt die Chauffeure vor Dämpfen.

Text: Jürg Aegerter

Bei einer Shisha wird der Rauch durch das Wasser gezogen. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert der Wasserfilter bei der Anlieferung von Bitumen. Marko Grubisic, Arealchef des MOAG-Asphaltwerks Mörschwil, erklärt dem Reporter von der asphaltprofi, wie der Wasserfilter in der Praxis funktioniert: «Der Chauffeur, der das Bitumen liefert, schliesst mit ein paar Handgriffen die Entgasungsleitung an den Wasserfilter an. Die Dämpfe werden durchs Wasser gezogen und gelangen gereinigt zurück in den Lastwagen. So einfach geht das.» Die Wasserfilter haben den Umfang eines mittelgrossen Kühlschranks und funktionieren tadellos: «Es gibt kaum Störungen», sagt Marko Grubisic und schwärmt: «Das System ist simpel und clever. Es braucht nur wenig Mechanik und ist sehr einfach in der Handhabung. Der Zeitaufwand für den Chauffeur hält sich mit fünf Minuten in engen Grenzen.» Seit rund einem Jahr stehen bei jeder Bitumen-Anlage der MOAG solche Wasserfilter. Insgesamt sind es sechs Stück.

«Dank der Wasserfilter profitiert die Umwelt und gleichzeitig sind die Chauffeure nicht mehr den Dämpfen ausgesetzt.»

Georg Klein
Arealchef Marko Grubisic ist begeistert vom Shisha-Filter.
Einfach clever: Die Dämpfe werden im Wasser rausgefiltert.

«Die Wasserfilter wurden in Absprache mit dem Amt für Umwelt des Kantons installiert», sagt Georg Klein vom MOAG-Hauptsitz in St.Gallen. Und ergänzt: «Dank der Wasserfilter profitiert die Umwelt und gleichzeitig sind die Chauffeure nicht mehr den Dämpfen ausgesetzt. Das ist uns das Geld wert.» Die MOAG investierte gegen 30 000 Franken pro Bitumen-Wasserfilter, für alle sechs Anlagen also knapp 180 000 Franken. Die jährlichen Unterhaltskosten für die Wasserfilter halten sich in Grenzen. Gemäss Arealchef Marko Grubisic sind die Filter fast wartungsfrei: «Einzig das Wasser müssen wir jedes Jahr speziell entsorgen. Ansonsten gibt’s wenig zu tun mit den Anlagen.» Das hört sich alles sehr entspannt an. Und da wären wir wieder bei der Ähnlichkeit zum Shisharauchen.

«Das System ist simpel und clever. Es braucht nur wenig Mechanik und ist sehr einfach in der Handhabung.»